12.08.2026
Vernetzte Hausgeräte werden in unserem Alltag immer selbstverständlicher. Gleichzeitig halten sich im Hinblick auf smarte Geräte hartnäckige Mythen und Missverständnisse. Etwa, dass Smart-Home-Geräte persönliche Daten umfassend erfassen oder sogar „mithören“ würden. Das Forum Hausgeräte (FHG), ein Netzwerkpartner des Fachverbands der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI), stellt klar: Diese Annahmen entsprechen nicht den Fakten.
„Moderne Hausgeräte sind keine Abhörgeräte. Sie erfassen ausschließlich jene Informationen, die für einen sicheren, effizienten und komfortablen Betrieb notwendig sind. Darüber hinausgehende Datennutzungen erfolgen – sofern vorgesehen – ausschließlich mit Zustimmung der Nutzerinnen und Nutzer“, so Andreas Diepold, Obmann des FHG.
Was vernetzte Hausgeräte tatsächlich erfassen – und was nicht
Moderne Geräte verarbeiten in erster Linie technische und nutzungsbezogene Informationen, etwa:
- Funktions- und Programmdaten
- Energieverbrauchswerte
- Diagnosedaten für Wartung und Sicherheit
- optional anonymisierte Nutzungsdaten zur Verbesserung von Geräten
Gleichzeitig gilt:
- keine dauerhafte Audioaufzeichnung
- keine Weitergabe von Daten an Dritte ohne ausdrückliche Zustimmung
- keine unnötige Datensammlung
- keine Profilbildung über das Verhalten im Haushalt
Strenge Regeln sorgen für hohe Standards
„Viele Befürchtungen entstehen durch fehlende Einordnung. Tatsächlich sind die Möglichkeiten und Grenzen der Datennutzung sehr klar geregelt“, so Diepold. Ein wesentlicher Grund dafür ist der europäische Rechtsrahmen: Vernetzte Hausgeräte unterliegen strengen Vorgaben, beispielsweise der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), dem Cyber Resilience Act sowie dem Data Act. Das bedeutet: Daten dürfen nur im Rahmen klar definierter gesetzlicher Anforderungen und auf Basis der Einwilligung der Konsumentinnen und Konsumenten verarbeitet werden. Soweit darüber hinausgehende Datennutzungen vorgesehen sind, erfolgen diese ausschließlich auf Basis der Einwilligung der Konsumentinnen und Konsumenten. Europa setzt damit international hohe Standards bei Datenschutz und Cybersicherheit. Für Hersteller ergeben sich dadurch umfassende Anforderungen – von der Entwicklung bis zum Betrieb der Geräte.
Vertrauen durch Transparenz
Die österreichische Hausgeräteindustrie setzt seit vielen Jahren auf hohe Sicherheits- und Datenschutzstandards. Ziel ist es, Konsumentinnen und Konsumenten eine verlässliche Grundlage für ihre Entscheidungen zu bieten und bestehende Unsicherheiten abzubauen. „Vernetzte Geräte bieten große Vorteile – von mehr Komfort bis zu höherer Energieeffizienz. Wichtig ist, diese Technologien sachlich zu betrachten und verbreitete Missverständnisse aufzuklären“, so Diepold.
Über das Forum Hausgeräte
Das Forum Hausgeräte, ein Netzwerkpartner des Fachverbandes der Elektro- und Elektronikindustrie, ist eine Interessensgruppe der wichtigsten Hersteller und Importeure von Haushaltsgroßgeräten. Im Forum Hausgeräte sind folgende Marken vertreten: AEG, Bosch, Beko, Liebherr, Miele, Neff, Siemens und Electrolux. In Österreich erfolgt die Interessensvertretung des Forums Hausgeräte in dessen Auftrag als APPLiA Austria durch den FEEI.
Weitere hilfreiche Informationen und praktische Tipps rund um den bewussten Einsatz moderner Haushaltsgeräte stehen auf www.bewusst-haushalten.at bereit.
FHG
Das Forum Hausgeräte, ein Netzwerkpartner des Fachverbandes der Elektro- und Elektronikindustrie, ist eine Interessensgruppe der wichtigsten Marken-Hersteller und Importeure von Haushaltsgroßgeräten. Im Forum Hausgeräte sind folgende Marken vertreten: AEG, Bauknecht, Bosch, elektrabregenz, Zanussi, Gorenje, Liebherr, Miele, Neff, Siemens und Whirlpool.