06.11.2026

Raus aus Öl und Gas: Technologieoffenheit statt Einheitslösungen

IG Infrarot Austria plädiert zum Start der Sanierungsoffensive für technologische Vielfalt, Resilienz und klare Qualitätsstandards

Günther Hraby, Vorsitzender IG Infrarot Austria © easyTherm GmbH

Günther Hraby, Vorsitzender IG Infrarot Austria

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Geopolitische Spannungen und die Abhängigkeit von Öl und Gas zeigen, wie wichtig eine resiliente Wärmeversorgung ist. Die IG Infrarot Austria, ein Netzwerkpartner des FEEI, plädiert daher für Technologieoffenheit, die Infrarotheizungen als vollwertige elektrische Heizlösung anerkennt. Hier gilt: Infrarot ist nicht gleich Infrarot. Sechs Kriterien geben Orientierung beim Kauf.
 
Die aktuelle Entwicklung auf den Energiemärkten unterstreicht die Bedeutung einer breiten technologischen Basis: Anfang November waren Österreichs Gasspeicher mit rund 66 Prozent deutlich schwächer gefüllt als im Vorjahr. Daher bleibt es zentrale Aufgabe, fossile Abhängigkeiten langfristig zu reduzieren und die Energieversorgung auf mehrere Säulen zu stellen.
 
„Die Frage ist nicht, ob wir aus Öl und Gas aussteigen, sondern wie wir dabei neue Abhängigkeiten vermeiden“, bringt es Günther Hraby, Vorsitzender der IG Infrarot Austria, auf den Punkt. „Eine resiliente Wärmeversorgung braucht vielfältige Technologien, die zu Gebäude, Nutzung und Energiebedarf passen. Infrarot muss dabei als vollwertige elektrische Heizlösung im Energiemix berücksichtigt werden.“
 
Wärme dort, wo sie gebraucht wird
Infrarotheizungen wirken vorwiegend über Strahlung und erwärmen primär Oberflächen statt der Raumluft. Das Spektrum reicht von behaglicher Zusatzwärme bis zum Einsatz als Hauptheizsystem in Neubau oder Bestand. Zu den Vorteilen zählen vergleichsweise geringe Investitionskosten, eine lange Lebensdauer sowie der Entfall klassischer Wartungs- und Instandhaltungskosten. 
Zusätzliche Flexibilität schafft die Kombination mit erneuerbarer Energie wie Photovoltaik und intelligentem Energiemanagement. Dadurch kann selbst erzeugter Strom für die Raumwärme genutzt werden. „Die einfache Installation, bedarfsgerechte Steuerung und Kombination mit erneuerbaren Energien machen es besonders einfach, Infrarot in das eigene Gebäudekonzept zu integrieren“, erklärt Hraby.
 
Qualität macht den Unterschied
Für eine langfristig verlässliche Heizlösung kommt es auf Qualität und Planung an. Das gilt besonders für das wachsende Niedrigpreissegment. Die IG Infrarot Austria empfiehlt daher, sechs Qualitätskriterien beim Kauf von Infrarotheizungen zu berücksichtigen: 

  1. Geprüft: durch unabhängige Institute wie TÜV, VE oder VDE
  2. Messbar: Strahlungswirkungsgrad laut internationaler Norm IEC 60675-3
  3. Langlebig: mindestens fünf Jahre Garantie für langfristige Verlässlichkeit
  4. Regional: 100 Prozent der Kernkomponenten aus EWR/Schweiz und mehr als 75 Prozent der Wertschöpfung in Europa
  5. Individuell: durch fachgerechte Dimensionierung und individuelle technische Beratung
  6. Betreut: verlässlicher Service, Wartung und Reparatur auch nach dem Kauf  
Qualität ist kein Detail, sondern Voraussetzung für eine verlässliche Energieversorgung. „Am Ende geht es darum, den Menschen auch in Zukunft Heizen zu ermöglichen. Dafür brauchen wir hochwertige Lösungen made in Europe und die Möglichkeit, für jeden Bedarf die passende Technologie einzusetzen. Genau diese Vielfalt macht eine resiliente Wärmeversorgung aus“, so Hraby abschließend.
 
 
Über die IG Infrarot Austria
Die IG Infrarot Austria, ein Netzwerkpartner des FEEI, ist ein Zusammenschluss führender Hersteller und Händler von Infrarot Heizsystemen in Österreich sowie Mitglied bei der EIHA – der Eurapean Infrared Heating Association. Der Verein setzt sich für höchste Qualitätsstandards, Markttransparenz und sachliche Informationen rund um moderne Infrarottechnologie ein. Mitglieder sind: easyTherm GmbH, ERS Heatscreen, ETHERMA, Redwell Manufaktur GmbH, ER-System Mechatronik GmbH und WMT Thermosysteme GmbH. 
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