Europäische Schlüsseltechnologien: Wesentliche Stärkung durch österreichische IPCEI-Teilnahmen

02.10.2020
Mikroelektronik, Wasserstoff und Low Carbon Industries: Die Interessensbekundung Österreichs an relevanten Projekten von gemeinsamem europäischen Interesse (Important Projects of Common European Interest – IPCEI) teilzunehmen und mitzuwirken, ist ein bedeutendes Signal für den Wirtschafts- und Technologiestandort Österreich und Europa. Der FEEI begrüßt diese wichtige und zukunftsorientierte Entscheidung der Bundesregierung ausdrücklich.

Die Interessensbekundung Österreichs zu diesen drei wichtigen IPCEIs ist ein wesentlicher Schritt, um europäische Zukunfts- und Schlüsseltechnologien sowie die Wettbewerbsfähigkeit Österreichs und Europas weiter zu stärken. Mit der EU-Aktivität IPCEI (Important Projects of Common European Interest) können strategisch relevante Wertschöpfungsketten in Europa gestärkt werden. Es sind Projekte in Zusammenarbeit von zumindest zwei EU-Mitgliedsstaaten mit gemeinsamem europäischem Interesse. Sie bringen Ressourcen, Akteure und Expertise zusammen, um in der Folge gesellschaftliche Herausforderungen durch die Stärkung wichtiger Technologiefelder gemeinsam zu überwinden.

Schlüsseltechnologien sind auf europäischer Ebene definiert, dazu gehören auch die Mikroelektronik, Wasserstoff und Low Carbon Industries. Der FEEI begrüßt die Teilnahme Österreichs an den jeweiligen IPCEIs ausdrücklich. So ermöglicht es Wasserstoff in Zukunft Teile des Mobilitätssystems und der Industrie CO2-neutral zu gestalten. Low Carbon Industries werden künftig CO2-Emissionen in der Industrie reduzieren. Jedoch gerade für die Elektro- und Elektronikindustrie als absolute Zukunftsbranche ist die Mikroelektronik wesentlich, denn sie ist der Enabler der Digitalisierung und die Grundlage von wichtigen Technologien, um leistungsfähige Infrastruktur und smarte Städte, die Integration von erneuerbaren Energieträgern in unser fragiles Energiesystem, sowie energieeffiziente Technologien und intelligenten Verkehr möglich zu machen. „Die österreichische Mikroelektronik hat nicht nur eine europaweit einzigartig dichte Wertschöpfungskette, sondern liefert vor allem wesentliche Beiträge zum Klimaschutz. Ohne die Kompetenz im Bereich der Mikroelektronik sind Klimaschutz und Digitalisierung nicht möglich“, so Klaus Bernhardt, Leiter F&E des Fachverbands der Elektro- und Elektronikindustrie. „Ein IPCEI Mikroelektronik ist wesentlich für Europa, um einen selbstbestimmten und nicht manipulierbaren Zugang zu Schlüssel- und Zukunftstechnologien von der Entwicklung bis zum Einsatz zu haben. Nur so kann künftig die technologische und digitale Souveränität Europas aufrechterhalten werden.“

Arbeitsplätze und Wertschöpfung durch exzellente Forschungsleistung
Die innovative heimische Mikroelektronikindustrie ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor in Österreich, der durch die rasant voranschreitende Digitalisierung all unserer Lebensbereiche künftig von enormer Bedeutung sein wird. Der FEEI setzt sich deshalb bereits seit längerer Zeit für eine Teilnahme Österreichs an IPCEI-Projekten ein, wodurch die Innovationskraft der österreichischen Unternehmen durch gezielte Innovationsanreize und die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschafts-, Technologie- und Innovationsstandortes Österreich maßgeblich gestärkt wird. Europa braucht einen von anderen Wirtschaftsräumen unabhängigeren Zugang zu Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionskapazitäten, denn das ist eine Grundvoraussetzung für eine starke digitale, technologische und wirtschaftliche Position Europas in der Welt. „Mit IPCEI kann die bereits exzellente Forschungsleistung in Österreich in Arbeitsplätze und Wertschöpfung umgewandelt werden“, so Klaus Bernhardt abschließend.

Über den FEEI
Der Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie vertritt in Österreich die Interessen des zweitgrößten Industriezweigs mit rund 300 Unternehmen, rund 69.000 Beschäftigten und einem Produktionswert von 18,56 Milliarden Euro (Stand 2019). Gemeinsam mit seinen Netzwerkpartnern – dazu gehören u. a. die Fachhochschule Technikum Wien, UFH, die Plattform Industrie 4.0, Forum Mobilkommunikation (FMK), der Verband Alternativer Telekom-Netzbetreiber (VAT) und der Verband der Bahnindustrie – ist es das oberste Ziel des FEEI, die Position der österreichischen Elektro- und Elektronikindustrie im weltweit geführten Standortwettbewerb zu stärken.

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